Übernahme von UPC durch Sunrise vorerst gescheitert
13.11.2019 - Die geplante Übernahme des Schweizer Kabelnetzbetreibers UPC durch Sunrise ist in der geplanten Form gescheitert. Das zweitgrößte Schweizer Telekommunikationsunternehmen hat den Kaufvertrag mit der UPC-Muttergesellschaft Liberty Global gekündigt.
Mit der Stornierung wird Sunrise eine Vertragsstrafe von CHF 50 Millionen auferlegt. Sunrise rechnet mit zusätzlichen Gesamtkosten in Höhe von CHF 70-75 Millionen, etwa durch Beratungs- und Anwaltskosten.
Die im Februar 2019 vereinbarte geplante Akquisition von UPC Switzerland scheiterte am Widerspruch der Sunrise-Aktionäre, insbesondere ihres größten Einzelaktionärs Freenet, der die mit Liberty Global vereinbarten Konditionen ablehnte.
"Wir freuen uns darauf, unsere Gespräche mit dem Vorstand oder Freenet über eine potenzielle Transaktion fortzusetzen, die sowohl für die Aktionäre als auch für die Schweizer Verbraucher einen erheblichen Mehrwert schafft ", fügte Fries hinzu. "Es steht außer Frage, dass UPC der Dreh- und Angelpunkt im konvergierenden Telekommunikationsmarkt der Schweiz bleibt."
Mit der Stornierung wird Sunrise eine Vertragsstrafe von CHF 50 Millionen auferlegt. Sunrise rechnet mit zusätzlichen Gesamtkosten in Höhe von CHF 70-75 Millionen, etwa durch Beratungs- und Anwaltskosten.
Die im Februar 2019 vereinbarte geplante Akquisition von UPC Switzerland scheiterte am Widerspruch der Sunrise-Aktionäre, insbesondere ihres größten Einzelaktionärs Freenet, der die mit Liberty Global vereinbarten Konditionen ablehnte.
Liberty Global offen für weitere Verhandlungen
Liberty Global nimmt die von Sunrise erhaltene Kündigung zur Kenntnis, bleibt jedoch für die Neuverhandlung einer Transaktion offen. "Obwohl wir es vorgezogen hätten, den aktuellen Aktienkaufvertrag beizubehalten, verstehen wir diesen Schritt von Sunrise", sagte Mike Fries, CEO von Liberty Global."Wir freuen uns darauf, unsere Gespräche mit dem Vorstand oder Freenet über eine potenzielle Transaktion fortzusetzen, die sowohl für die Aktionäre als auch für die Schweizer Verbraucher einen erheblichen Mehrwert schafft ", fügte Fries hinzu. "Es steht außer Frage, dass UPC der Dreh- und Angelpunkt im konvergierenden Telekommunikationsmarkt der Schweiz bleibt."
UPC will seinen "Wachstumsplan weiter erfolgreich umsetzen"
UPC Schweiz nahm zur Erklärung von Liberty Global am 13. November folgendermaßen Stellung: "UPC nimmt die heutige Ankündigung der Auflösung der Transaktionsvereinbarung durch Sunrise sowie die Aussage von Liberty Global, sich auf weitere Gespräche mit dem Sunrise-Verwaltungsrat oder Freenet über eine mögliche künftige Transaktion zu freuen, zur Kenntnis", sagte Severina Pascu, CEO von UPC Schweiz. UPC wolle nun seinen Wachstumsplan weiter erfolgreich umsetzen und in die Weiterentwicklung seiner Produkte und den Ausbau seiner hochleistungsfähigen Kabelnetzinfrastruktur investieren.
"Erst kürzlich haben wir Gigabit-Internetgeschwindigkeiten im gesamten UPC-Verbreitungsgebiet eingeführt und damit einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung der Schweiz geleistet", so Pascu weiter.
Claudia Boss-Teichmann 13.11.2019

