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Bitkom sieht 1200 Problemstandorte beim Mobilfunkausbau

19.11.2019 - Der Digitalverband Bitkom hat eine interaktive Karte mit rund 1.200 "Problemstandorten" beim Mobilfunkausbau veröffentlicht. Die Daten basieren auf Angaben der Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica.An einigen Orten, so Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder, stehen die Ausbauvorhaben sei mehr als sechs Jahren still.

Laut Bitkom dauere der Aufbau einer neuen Mobilfunkanlage durchschnittlich mindestens zwei Jahre. Mit Hilfe der interaktiven Landkarte können private Eigentümer, Unternehmen und die öffentliche Hand Grundstücke und Gebäude zum Aufbau einer Mobilfunkstation anbieten.

Hauptgrund: fehlende Standorte
Am häufigsten verzögere sich der Ausbau dadurch, dass keine geeigneten Standorte zur Verfügung stehen. Ebenfalls schleppende Standortabstimmung und langwierige Genehmigungsverfahren verlangsamten den Ausbau. "An mehr als 1.200 Standorten wollen die Netzbetreiber bauen, man sollte sie auch bauen lassen", so Bernhard Rohleder. Um den Ausbau zu beschleunigen, schlägt der Bitkom Vereinfachungen bei der Suche nach geeigneten Standorten vor. Dazu zählen eine vereinfachte Einsicht in Grundbücher, die Bereitstellung öffentlicher Infrastrukturen und öffentlichen Eigentums sowie eine verbesserte öffentliche Infrastruktur. Darüber hinaus schlägt der Verband vor, Verfahrensfristen zu verkürzen und Genehmigungen zu erleichtern.

Zudem empfiehlt Bitkom den aktiven Dialog vor Ort mit den Bürgern, um die Sorgen vor gesundheitlichen Gefahren zu nehmen. Es sei Zeit, so Bernhard Rohleder, die teils sehr emotionale und aufgeregte Diskussion vor Ort zu versachlichen.
 

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