
Ohne genügend Fachkräfte für Glasfaserausbau wird es schwierig werden, die Gigabit-Ausbauziele zu erreichen (Foto: kalhh/Pixabay)
Verbände unterstützen Initiative „Fachkräfte für den Glasfaserausbau“
18.12.2019 - Die Telekommunikationsverbände BREKO, BUGLAS, VATM und FRK haben gemeinsam mit 10 weiteren Verbänden ein Positionspapier der Initiative "Fachkräfte für den Glasfaserausbau" des DIHK und des Breitbandbüros des Bundes unterschrieben. Die Unterzeichner appellieren an die Bundesregierung, die richtigen Rahmenbedingungen für die Gewinnung von Fachkräften für den Glasfaserausbau in Deutschland zu schaffen. Fördergelder sollten dabei künftig auch dafür genutzt werden können, finanzielle Anreize und eine bessere technische Ausstattung für Ausbildungsstätten zu bieten sowie bereits vorhandenes Personal in den Bereichen Digitalisierung und digitale Infrastruktur passgenau weiterzubilden. Daneben sollte nicht nur die Attraktivität dieser hochspezialisierten Berufe deutlich erhöht werden, sondern auch deren Existenz breiter bekannt gemacht werden.
Der VATM lobt ebenfalls, dass sich der DIHK, das Breitbandbüro des Bundes sowie die unterzeichnenden Verbände für Gigabit-Voucher aussprechen. Eine solche Förderung der Nachfrage ist aus Sicht des VATM der einzige Weg, gleichzeitig neben der flächendeckenden Gigabit-Erschließung wirksam die Digitalisierung der Gesellschaft voranzubringen.
Fachkräfte für Tiefbau und Planung sowie in den Verwaltungen der Kommunen
In einer Stellungnahme sagt BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers: "Um die ambitionierten Ziele der Bundesregierung nicht aus den Augen zu verlieren, brauchen wir insbesondere Fachkräfte in den Bereichen Tiefbau und Planung sowie in den Verwaltungen der Kommunen."
"Ohne qualifizierte Mitarbeiter werden wir die Gigabit-Ausbauziele der Bundesregierung nicht erreichen können", unterstreicht VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Der Mangel an Tiefbaukapazitäten sei ein seit langem bekanntes Problem. Aber auch die Verlegung der Glasfasern sowohl bis zu den Gebäuden als auch im Haus erfordere eine besondere Qualifikation, die in Deutschland noch zu wenig vorhanden sei. "Auch die mehr als zwei Drittel schon mit Kabelanschlüssen gut versorgten Gebiete werden zukünftig weiter aufgerüstet werden müssen. Dafür werden mindestens in den nächsten 20 Jahren Tiefbaukapazitäten und Fachkräfte benötigt werden", sagt Grützner. Der Glasfaserausbau schaffe damit langfristig sichere Arbeitsplätze und Investitionsmöglichkeiten.
Der VATM lobt ebenfalls, dass sich der DIHK, das Breitbandbüro des Bundes sowie die unterzeichnenden Verbände für Gigabit-Voucher aussprechen. Eine solche Förderung der Nachfrage ist aus Sicht des VATM der einzige Weg, gleichzeitig neben der flächendeckenden Gigabit-Erschließung wirksam die Digitalisierung der Gesellschaft voranzubringen.
Claudia Boss-Teichmann 18.12.2019

