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Telefónica Deutschland überlässt 1&1 Drillisch Mobilfunkfrequenzen

18.12.2019 - Telefónica Deutschland wird 1&1 Drillisch ein Frequenzpaket von 2x 10 MHz im kurzwelligen Frequenzbereich bei 2,6 Gigahertz (GHz) bis zum Ende der Frequenzlaufzeit Ende 2025 überlassen. Dafür erhält Telefónica ein jährliches Nutzungsentgelt. Wie das Unternehmen mitteilt, steht die Frequenzüberlassung noch unter dem offiziellen Genehmigungsvorbehalt der Bundesnetzagentur. Jedoch seien die auf einer EU-Vorgabe basierenden Pläne bereits vorab von der Bundesnetzagentur und der Europäischen Kommission geprüft worden, so das Unternehmen weiter. Telefónica Deutschland erfülle damit eine weitere Auflage der Europäischen Kommission in Folge des 2014 vollzogenen Zusammenschlusses mit E-Plus. Zudem nutze Telefónica die Gelegenheit, einen kleinen Teil seiner Nahversorgungs-Frequenzen zu monetarisieren. Auch nach der Überlassung verfüge Telefónica Deutschland weiterhin über "eine im Wettbewerbsvergleich starke Frequenzausstattung von über 300 MHz", um seine mehr als 45 Millionen Mobilfunkkunden zu versorgen.

Netzausbau soll wie geplant weitergehen
Laut Telefónica Deutschland lässt sich der geplante Aus- und Aufbau des 4G- und 5G-Netzes mit der weiterhin bestehenden umfassenden Frequenzausstattung wie geplant umsetzen. Nach Unternehmensangaben wurden von Januar bis Oktober über 7.000 neue LTE-Aufrüstungen umgesetzt und mehr als drei Millionen Menschen zusätzlich mit LTE versorgt. Im Rahmen der angekündigten Investitionsoffensive in den Netzausbau soll die Taktzahl im LTE-Ausbau in 2020 noch einmal erhöht werden und auf über 10.000 neue LTE-Elemente anwachsen. Telefónica kündigt an, bei 5G im Jahr 2020 in den fünf größten Städten des Landes zu starten und bis 2022 rund 16 Millionen Menschen mit 5G versorgen zu können.

Die jetzt angekündigte Frequenzüberlassung ist laut Telefónica bedingende Voraussetzung für 1&1 Drillisch, die bisherige kapazitätsbezogene Regelung zur Nutzung des Telefónica Deutschland Netzes als MBA MVNO in ein kapazitätsbezogenes National Roaming umwandeln zu können. Die sich aus einer solchen Umwandlung ergebende Fortsetzung der langjährigen Netz-Partnerschaft beider Unternehmen würde Telefónica Deutschland auch weiterhin anhaltende Erlöse aus der Kooperation sichern, teilt das Unternehmen mit.

 

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