
Mitbewerber der Swisscom wollen vereint gegen "Quasi-Monopol" vorgehen
08.01.2019 - Der Verband openaxs hat seine Tätigkeiten dem Verband SUISSEDIGITAL übergeben. Gemeinsam will man die Kräfte bündeln, um für eine leistungsfähige Telekom-Infrastruktur in der Schweiz einzutreten. Und vor allem auf dem Land wirkungsvoller dem "Quasi-Monopol" der Swisscom entgegentreten.
Mitbewerber von Swisscom vereinen ihre Kräfte
"SUISSEDIGITAL ist viel breiter abgestützt als openaxs und somit die beste Zukunftslösung für openaxs-Mitglieder", sagt Franz Stampfli, Präsident von openaxs. Der Verband hat per Ende 2019 seine Geschäftstätigkeit eingestellt.openaxs, Verband der Schweizer Energieversorger, hat sich seit 2008 für den "diskriminierungsfreien Glasfaserbau" in der Schweiz engagiert und die Gründung der Swiss Fibre Net AG initiiert. Heute sei der Glasfaserbau in den Städten auch dank openaxs praktisch abgeschlossen, heißt es in der Mitteilung der Verbände weiter. Abseits der Zentren sei es unter den Rahmenbedingungen des neuen Fernmeldegesetzes schwierig, am Quasi-Monopol der Swisscom vorbeizukommen. Der Vorstand von openaxs habe sich deshalb nach einem Partner umgeschaut, der sich wirkungsvoll für gute Rahmenbedingungen im Glasfasermarkt einsetzen kann.
Mit der Möglichkeit einer Integration von openaxs-Mitgliedern würde SUISSEDIGITAL wiederum seine Position als wichtigste Unterstützungs- und Austauschplattform für alle Kommunikationsnetzbetreiber stärken, die im Wettbewerb mit der Swisscom stehen. "Gemeinsam können wir noch mehr erreichen – immer im Dienst einer möglichst leistungsfähigen Telekom-Infrastruktur in der Schweiz", sagt Simon Osterwalder, Geschäftsführer von SUISSEDIGITAL.
"Gebündelte Kräfte, wirkungsvolleres Lobbying, Koordinationsleistungen mit grösserer Breite: Mit Überzeugung treten wir SUISSEDIGITAL bei", sagt Mauro Suà, Direktor der Azienda Multiservizi Bellinzona (AMB). Ebenfalls schon beigetreten sind Romande Energie SA, Kommunikationsnetz Däniken AG und Swiss Fibre Net AG (als Fördermitglied).
Claudia Boss-Teichmann 09.01.2020

