USA-Behörden erlauben Comcast die Übernahme von NBC Universal
Der amerikanische Kabelnetz-Betreiber Comcast darf (endlich) den Medien-Konzern NBC Universal übernehmen. Die im Dezember 2009 angekündigte Übernahme wurde nun von der Aufsichts- und Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) erlaubt. Zuvor hatten bereits das US-Justiz-Ministerium als zustädige Kartell-Behörde sowie die EU-Kommission ihre Zutimmung erteilt.
Gemäss der FCC-Vorgaben müssen folgende Auflagen erfüllt werden: Die NBC-Programme müssen auch anderen Kabelnetz- und Satelliten-Betreibern angeboten werden. Darber hinaus muss Comcast seinen direkten Einfluss auf das Management des Oline-Video-Dienstes Hulu aufgeben, an dem Comcast beteiligt ist.
NC Univerversalwird künftig einem Joint Venture gehören, an dem Comcast 51 Prozent hält. Der bisherige NBC-Universal-Eigner General Electric hält die anderen 49 Prozen. Der mächtige Kabelnetz-Konern Comcast kontrolliert künftig das terrestische TV-Netz von NBC sowie viele lokale Kabel-Sender und ein Film-Studio.
Bislang gehörte NBC Universal dem Konzern General Electric (mehrheitlich) und den französischen Medien-Konzern Vivendi. Letztere treten ihre Anteile un an GE ab und reicht 51 Proznt an Comcast weiter. Comcast zahlt dafür 4,8 Milliarden Euro und bringt darüber hinaus Werte in Höhe von 5,4 Milliarden Euro in das neue Joint-Venture ein.
2009 war Comcast mit einem Umsatz von 25,64 Milliarden Euro der zweitgrößte Medien-Konzern derWelt nach Disney (25,92 Mrd. Euro). NBC Universal bringt nun auf Basis der Umsätze 2009 weitere 11,07 Milliarden Euro ein. Damit rückt der neuformierte Comcast-Konzern mit einem addiertem Umsatz-Volumen von 36,71 Milliarden Euro klar an die Spitze der Medien-Konzerne weltweit.
Peter Strahlendorf 20.01.2011

