
Dr. Hermann Rodler, Technischer Geschäftsführer bei M-net: "Unseres Wissens nach ist ein glasfaserbasiertes Quanten-Netz dieser Größe und mit derart moderner Technologie bisher einzigartig in Europa." (Foto: M-net)
M-net nimmt ersten Teil seines neuen "Quanten-Netzes" in Betrieb
Overlay-Netz
Partnerschaften mit Nokia und GasLINE
Technologiepartner ist Nokia, dessen neueste Transponder-Generation beim Bayernring zum Einsatz kommt. Teile der passiven Infrastruktur des Bayernrings werden von bewährten Infrastrukturpartnern bereitgestellt – ein Großteil von GasLINE, die über ein bundesweites Glasfaser-Backbone verfügt und mit rund 940 Kilometer Netzlänge den größten Teil der passiven Leitungen für das neue Netz stellt.
Bessere Ökobilanz des Quantennetzes vor allem im Zugangsnetz
Der neue Bayernring ist laut M-net auch um ein Vielfaches energieeffizienter als die derzeitigen Verfahren im Glasfaserausbau, die noch Gigabit-DWDM-Knoten für die optisch-elektronische Wandlung erfordern. Am meisten käme dieser Vorteil des Quanten-Networkings im Zugangsnetz zum Tragen: So entstünden für eine Versorgung mit effektiv 200 Mbit/s pro Haushalt über die Vectoring-Technologie für eine Stadt wie Augsburg mit 150 000 Wohnungen rund 50 000 Tonnen CO2 pro Jahr mehr als bei einer Versorgung per Glasfaser in FTTH-Technologie. Da im reinen Quanten-Netz von M-net keine Umwandlung in elektrische Signale erfolgt, müsse auch keine Energie für Wandler- und Verstärkerelemente auf der Strecke oder für die Kühlung von elektrischen Netzkomponenten aufgewendet werden.
Im Vergleich zur Vectoring-Technologie sei ein FTTH Zugangsnetz somit um den Faktor 8 bis 10 kostengünstiger und umweltfreundlicher. Ziehe man zusätzlich die in Kürze fällige CO2-Steuer in Betracht, bedeute die durchgängige Glaserfaser auch sehr signifikante Betriebskostenvorteile. Mit seinem neuen Bayernring stellt M-net somit unter Beweis, dass durch den geschickten Einsatz von modernsten Technologien Nachhaltigkeitsziele mit Kostensenkungen kombiniert werden können.
Claudia Boss-Teichmann 24.01.2020

