
DAB+: Angebot im Digitalradio steigt um 16 Programme
30.01.2020 - Das Angebot im Digitalradio steigt künftig um bis zu weitere 16 bundesweite Programme. Mit der Beilegung eines Rechtsstreits und einer außergerichtlichen Einigung zwischen der Digital Audio Broadcasting Plattform GmbH (DABP) und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) ist der Weg frei für eine noch größere Angebotsvielfalt über DAB+, wie das Digitalradio Büro Deutschland informiert.
16 nationale Programme
Der zweite Bundesmux soll im vorläufigen Endausbau von rund 70 Sendeanlagen in Ballungsräumen verbreitet werden. Für den Heimempfang soll das Netz damit über zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands erreichen, die Autobahnen werden fast vollständig abgedeckt. Damit sollen die bis zu 16 nationalen Programme in allen Ballungsräumen und entlang wichtiger Verkehrswege zu hören sein.
Die genauen Inhalte der Einigung sind noch nicht bekannt. Die Anzahl der teilnehmenden privaten Veranstalter und ihrer Programme sollen ebenso wie die konkrete Aufteilung von Sendernetz- und Plattformbetrieb Gegenstand kommender Verhandlungen sein.
"Ende einer der bedeutendsten Rechtsstreitigkeiten in deutscher Medienlandschaft"
Kern der gerichtlichen Auseinandersetzung waren die von der DABP erhobenen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der ursprünglichen Zuweisungsentscheidung von DAB+ Frequenzen durch die Gremien der SLM. Diese hatte 2017 der Antenne Deutschland GmbH bundesweite DAB+ Übertragungskapazitäten zugewiesen und den konkurrierenden Antrag der DABP abgelehnt. Dagegen erhob die DABP im Dezember 2017 Klage beim Verwaltungsgericht Leipzig, das der Klage mit Urteil vom Mai 2019 teilweise stattgab.
Die nunmehr erreichte außergerichtliche Einigung beendet laut SLM eine der bedeutendsten Rechtsstreitigkeiten der deutschen Medienlandschaft der jüngeren Geschichte.
Claudia Boss-Teichmann 30.01.2020

