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Ericsson-Studie zu CO2-Abdruck der IKT-Industrie

05.02.2020 - IKT-Lösungen machen zirka 1,4 Prozent der globalen CO2-Emissionen und zirka 3,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus. Dies geht aus einer Studie zum CO2-Fußabdruck der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IKT) hervor, die der Mobilfunkausrüster Ericsson jetzt veröffentlich hat.

Komplexe Klimaauswirkungen
Die Betrachtung in der Studie geht dabei über den reinen Stromverbrauchs von IKT-Produkten hinaus. Es werden beispielsweise die CO2-Emissionen mit einbezogen, die mit Energiebedarf und Materialien während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts einhergehen.

Die Klimaauswirkungen der IKT sind komplex, da sie drei Ebenen umfassen.
  • Dazu gehören direkte CO2-Emissionen, die mit der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von IKT-Lösungen verbunden sind,
  • indirekte positive oder negative Emissionseffekte durch die Nutzung von IKT-Lösungen (zum Beispiel Substitutionsgüter und Optimierung) und
  • die Beeinflussung von Verhalten und Präferenzen. So ersetzen heute Skype-Konferenzen physische Geschäftsreisen und Musik-Streaming steht der Produktion und logistischen Verarbeitung von CDs gegenüber.

In Sachen Stromverbrauch im Mobilfunk haben die Autoren festgestellt, dass der Energieverbrauch trotz der Zunahme des weltweiten Datenverkehrs um das zehnfache konstant geblieben ist. IKT-Lösungen machen zirka 1,4 Prozent der globalen CO2-Emissionen und zirka 3,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus. Gleichzeitig steht die Branche aber auch für zirka sechs Prozent der Weltwirtschaftsleistung.

CO2-Fußabdruck könnte um 80 Prozent reduziert werden
Der Report skizziert darüber hinaus sowohl in der IKT-Branche als auch davon ausgehend ein großes Potenzial. So könne der CO2-Fußabdruck des IKT-Sektors an sich wiederum um über 80 Prozent reduziert werden, wenn der gesamte verbrauchte Strom aus erneuerbaren Energiequellen käme. Gleichzeitig habe die IKT-Industrie das Potenzial, um die CO2-Emissionen in anderen Branchen um bis zu 15 Prozent zu verringern.

In diesem Kontext veröffentlichte Ericsson zuletzt gemeinsam mit Forschungsinstituten wie dem KTH Royal Institute of Technology und NGOs wie Future Earth und WWF den Report "Exponential Roadmap 2019". Basierend auf dem Report wurde zudem beim World Economic Forum in Davos das "1.5 °C PLAYBOOK" vorgestellt, das Unternehmen eine Blaupause für die Erreichung der Klimaziele bieten soll.

Die vollständige Studie "Quick guide to your digital carbon footprint" sowie den zugehörigen Podcast kann man auf der Website von Ericsson herunterladen.

 

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