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Telekom will mit Sky NE 3-Betreiber werden

Zwei Partner mit unterschiedlichen Sorgen wollen gemeinsam ins Kabelgeschäft kommen. Der Nachrichtendienst Dow Jones der News Corp. Gruppe (Mehrheitseigner Rupert Murdoch) machte es öfferntlich: Der ebenfalls von Murdoch maßgeblich getragene Pay-TV-Sender Sky Deutschland und die Deutsche Telekom (DTAG) wollen wieder ins Kabelgeschäft einsteigen und die Sender von Sky Deutschland verbreiten.

Der Bonner Konzern will dazu Wohnungsbaugesellschaften über Glasfaser Fernsehprogramme zur Verfügung stellen. Vor Ort werden auch schon mit potentiellen Netzwerkausrüstern Gespräche über den Bau von regionalen Headends geführt. Damit will die Telekom würde der DAX-Konzern Unternehmen wie Kabel Deutschland Konkurrenz, Unity Media oder Kabel Baden-Württemberg Konkurrenz machen. Allerdings will die DTAG nur als Zulieferer auf der NE 3 bis zum Hausanschluss aktiv werden, das Endkundengeschäft soll angeblich nicht angestrebt werden. Der IP TV-Dienst T-Home Entertain wird von der DTAG direkt vermarktet und könnte dann auch im Paket mit Kabelanschlüssen angeboten werden. Im Herbst 2010 deutete auch FRK-Sprecher Labonte an, dass die mittelständischen Kabelnetzbetreiber eine Zulieferung seitens der DTAG für möglich halten, um die Abhängigkeit von der KDG oder Unity Media zu lockern. Vor einem Jahrzehnt musste die Deutsche Telekom auf Drängen der Kartellbehörden ihr altes Kabelnetz abgeben. Der seit einem Jahr amtierende Sky-CEO Brian Sullivan versucht seit seinem Antritt möglichst viele Vertriebswege zu öffnen, um die für einen Profit nötigen rund 3 Millionen Kunden zu erreichen. Nachdem er bereits eine Zusammenarbeit mit Kabel BW erreicht hat, will Sullivan nun zusätzlich Kabel Deutschland für eine Kooperation gewinnen. Auch mit der Deutschen Telekom wurden über Monate Verhandlungen über die Nutzung der Sky-Sender geführt. Möglicherweise wird dann die DTAG das eigene Fußball-Paket im IP TV nicht mehr alleinvermarkten, sondern in Kooperation mit Sky.

 

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