
Dr. Simon Osterwalder erwartet, dass es bis zum SUISSEDIGITAL-Day erste Erfahrungswerte geben wird, wie die Kunden die Angebote zum Überspulen von Werbung im Replay-TV annehmen (Foto: Suissedigital)
SUISSEDIGITAL-DAY 2022
„Unsere Mitglieder haben gelernt, sich erfolgreich in diesem Umfeld zu behaupten“
Im Vorfeld der Kongressmesse SUISSEDIGITAL-DAY 2022 am 23. November hat Cable!vision Europe den Geschäftsführer des Verbandes der Schweizer Kommunikationsnetze SUISSEDIGITAL, Dr. Simon Osterwalder, zu aktuellen Entwicklungen auf dem Schweizer Telekommunikationsmarkt befragt.
Cable!vision Europe: Auf dem Schweizer Telekommunikationsmarkt herrscht ein großer Verdrängungswettbewerb. Zum einen überbieten sich die großen Anbieter mit Rabatten auf Internet-, TV- und Handytarife. Zum anderen seien so viele Anbieter wie noch nie auf dem Markt, knapp 500 sind beim Bundesamt für Kommunikation BAKOM registriert. Wird es vermehrt zu Konsolidierungen kommen? Womit können kleinere Anbieter gegenüber großen punkten?
Dr. Simon Osterwalder: Der Telekommunikationsmarkt in der Schweiz ist schon seit Längerem dynamisch und kompetitiv. Unsere Mitglieder haben gelernt, sich erfolgreich in diesem Umfeld zu behaupten. Kleinere Anbieter können insbesondere mit ihrer regionalen Verankerung, ihren massgeschneiderten Angeboten und ihrem lokal verankerten und persönlichen Kundendienst punkten. Daneben spielen auch Kooperationen – so zum Beispiel innerhalb von Netzverbünden wie Rii Seez Net, Quickline (Deutschschweiz) und netplus.ch (Romandie) – und neue Angebote eine Rolle. Konsolidierungen gibt es natürlich auch – diese passieren zunehmend dann, wenn es darum geht, nächste Investitionsschritte zu tätigen, ein eigenes Tätigkeitsportfolio zu bereinigen oder wenn eine kritische Grösse nicht mehr gegeben ist.
Cable!vision Europe: Wie sieht die Ausbaustrategie der SUISSEDIGITAL-Mitglieder aus? Wird zunehmend auf FTTH-Ausbau gesetzt?
Dr. Simon Osterwalder: Unsere Mitglieder sind in der komfortablen Lage, dass sie über sehr leistungsfähige FTTC-Netze verfügen, gerade auch in ländlichen Regionen. Das ist eine perfekte betriebswirtschaftliche Basis, um eine Ausbaustrategie bedarfs- und nachfragegerecht aufzusetzen. Praktisch überall sind Investitionsschritte auf einen FTTB- oder gar FTTH-Ausbau geplant. Im Neubaubereich setzen fast alle SUISSEDIGITAL-Mitglieder konsequent auf FTTH. Wir gehen davon aus, dass diese technische Transformation in 5 bis 7 Jahren abgeschlossen sein wird.
Lesen Sie das gesamte Interview mit Dr. Simon Osterwalder hier online oder in der aktuellen Printausgabe 5/2022 von Cable!vision Europe.
Claudia Boss-Teichmann 21.11.2022

