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Der FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte ist ein Kenner der Breitbandlandschaft im Osten Deutschlands (Foto: FRK)

Interview

Wie in Sachsen die Basis für den Breitbandausbau gelegt wurde

Der Fachverband Rundfunk und BreitbandKommunikation (FRK) ist seit der Wende insbesondere im Osten Deutschlands beheimatet. Dessen Vorsitzender Heinz-Peter Labonte kennt die Entwicklung des Breitbandausbaus in Sachsen, vor allem die Rolle der Kabelnetzbetreiber. Im Interview mit Cable!vision Europe gibt er in unserem Bundesländer-Special Sachsen einen interessanten Einblick in die Entwicklung des Breitbandausbaus seit der Wende und die heutigen Herausforderungen für die Unternehmen.

Cable!vision Europe: Herr Labonte, der Fokus des FRK liegt vor allem auf Kabelnetzen. Wie sah die Versorgungsituation seinerzeit in Sachsen aus?

Heinz-Peter Labonte: Während in Westdeutschland mit der Deutschen Bundespost um die Freigabe der Netzebene 4 gestritten wurde, waren die Verhältnisse in Ostdeutschland nach der Wende bereits geklärt, denn dort hatten viele Antennengemeinschaften in Eigeninitiative
die TV-Versorgung vorgenommen, um Westfernsehen schauen zu können. Das galt insbesondere für Sachsen, wo es viele dieser Antennenanlagen gab. Diese Gemeinschaftsantennenanlagen (GA) und Großen GA (GGA) warendamals noch auf maximal 300 MHz ausgelegt, aber man begann in Sachsen sehr schnell damit, sie mit Kupferkoaxialleitungen aufzurüsten. Ein Grund dafür waren die Erfahrungen mit den schlechten Empfangsmöglichkeiten zu DDR-Zeiten; ein anderer die große Zahl an Lokalsendern, die über die Kabelnetze verbreitet wurden. Aufgrund der Topologie Sachsens spielte die Terrestrik keine so große Rolle, wohl aber der Satellitenempfang. Aber kein Lokalsender wurde über Satellit verbreitet. So blieb nur das Kabelnetz, um Lokal-TV sehen zu können.

Cable!vision Europe: Wie ging es dann vom Fernsehen zum Breitband?

Heinz-Peter Labonte: Die Bundespost bzw. ihre Nachfolgerin die Deutsche Telekom konzentrierte sich auf den Ausbau der Telefonie. Die privaten, mittelständischen Netzbetreiber suchten damals dringend Fachkräfte. Dabei kam es vor, dass schon mal einem westdeutschen Unternehmen vorgeworfen wurde, "Horch und Guck" komme schon wieder in die Wohnungen.

(...)

Lesen Sie das gesamte Interview mit Heinz-Peter Labonte hier online oder in der aktuellen Printausgabe von Cable!vision Europe 5/2022.

 

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