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Dietmar Hilke ist bei Cisco Systems für die strategischen Sicherheitsinitiativen der Cisco in Deutschland verantwortlich (Foto: Cisco Systems)

Sicherheit für Breitbandnetze

Risiken und Schutzmöglichkeiten

Das Risiko, dass Infrastrukturen zum Ziel eines Sabotageangriffs werden, ist in der letzten Zeit stark angestiegen. Breitbandnetze sind sogenannte Hochwertziele geworden. Netzbetreiber sollten sich daher dringend mit möglichen Angriffspunkten und Abwehrmaßnahmen beschäftigen.
Sicherheitsexperte Dietmar Hilke, bei Cisco Systems für die strategischen Sicherheitsinitiativen der Cisco in Deutschland verantwortlich, gibt in seinem Beitrag einen Überblick über das Problemfeld: Risikoanalyse, -bewertung und -mitigation.

Risikoanalyse

Der Anschlag auf die Glasfaserkabel der Deutschen Bahn am 10.10.2022 ist ein Signal, um die aktuelle geostrategische Lage Deutschland und daraus abgeleitet die Auswirkungen auf die Sicherheit von verteilten, kritischen Infrastrukturen neu zu betrachten. In dieser Betrachtung ist festzustellen, dass die Bereitschaft politischer Akteure, Instrumente der Sabotage gegen Elemente der kritischen Infrastruktur auch unterhalb der militärischen Konfliktschwelle einzusetzen, deutlich zugenommen hat. Diese sogenannte hybride Kriegsführung kombiniert dabei traditionelle Sabotagemittel und Cyber-Angriffstechniken, um mit minimalen Aufwand Aufmerksamkeit bis hin zur langfristigen Destabilisierung zu erreichen. Sie folgt dabei dem chinesischen Strategen "Töte einen, um hundert zu warnen" das u. a. alternativ Sun Tsu oder Mao Tse Tung zugeschrieben wird. Das Ziel dieser hybriden Strategie ist auch nicht notwendigerweise ein klassischer militärischer Sieg, sondern eine langfristige Destabilisierung einer Gesellschaft durch das Säen von menschlicher Zwietracht und Zweifeln an der Leistungsfähigkeit des eigenen Gemeinwesens zur Daseinsvorsorge bis hin zum Provozieren der Systemfrage und des Systemumsturzes.

Als letztes Beispiel einer wachsenden Zahl hybrider Konflikte zeigt auch der Konflikt in der Ukraine diese Merkmale – wie sie auch in der sogenannten Gerasimov-Doktrin formuliert sind. Vom Unterhaltungsmedium zum Hochwertziel Auf der anderen Seite hat sich die Bedeutung der IT-Netze für den Bürger erhöht: Sie sind von einem Unterhaltungsprogramm- und Informationsmedium zu einem zentralen Kommunikationsmedium geworden, welches durchaus zu den grundlegenden Lebensvoraussetzungen gehört. Für die Industrie sind die IT-Netze von einem Effizienztool zu einer geschäftskritischen Ressource geworden. Und auch in einem militärischen Kontext wurden IT-Netze früher als ersetzbare Führungsmittel betrachtet, heute sind sie essentielle Elemente zur Erlangung der Informationsüberlegenheit. Somit sind Netzwerke heute nicht nur zu Recht eine Kritische Infrastruktur im Sinne der Daseinsvorsorge, sondern auch eine militärisch wertvolle Ressource und somit ein sogenanntes Hochwertziel eines möglichen terroristischen, hybriden oder symmetrischen Angreifers.

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Lesen Sie den gesamten Beitrag in der letzten Ausgabe von Cable!vision Europe 6/2022 oder hier online.

 

 

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