
Blick in die 2.000 Quadratmeter große Produktionshalle von SELOCA am neuen Standort Rendsburg (Foto:Thomas Fuchs)
Interview
SELOCA mit neuen Services weiter auf der Erfolgsspur
Seit seiner Gründung 2015 ist der Spezialist für Refurbishing, Konfiguration und Logistikmanagement von Routern stetig gewachsen. Geschäftsmodell und Dienstleistungen für Kunden wurden dabei kontinuierlich erweitert. Kürzlich wurde der neue Firmensitz in Rendsburg bezogen. Nachhaltigkeit gehört zur DNA des Unternehmens, das bis 2025 klimaneutral sein will.
In nur wenigen Jahren hat sich das Unternehmen SELOCA als einer der Pioniere im Green-IT-Markt in der Netzbetreiberbranche kontinuierlich profiliert: als systemrelevanter Anbieter und einer der Marktführer rund um die Wiederaufbereitung, Konfiguration und das Logistikmanagement von Routern und Set-Top-Boxen verschiedener Hersteller. Der Name ist Programm. "SELOCA steht für Service- Logistik und Callcenter", erklärt Geschäftsführer Matthias Künsken. Wobei das Thema Callcenter aktuell aufgrund der hohen Nachfrage in den anderen Geschäftsbereichen sowie den damit verbundener hohen Vorinvestitionen noch nicht auf der Agenda steht.
Der ehemalige Logistikmanager bei Sky/ Premiere hatte das Start-up 2015 mit fünf weiteren Personen in Kiel gegründet. Seitdem hat das Unternehmen eine bemerkenswerte Wachstumsstory hingelegt. Sechs Jahre später, kurz vor Weihnachten 2021, bereitete das Unternehmen sein einmillionstes elektronisches Endgerät, eine FRITZ!Box, wieder auf. In diesem Jahr wurde mit dem Bau und Bezug einer neuen Lager- und Produktionsfläche im rund 30 Kilometer von Kiel entfernt liegenden Rendsburg der nächste Meilenstein erreicht. Das neue Gebäude verfügt über 2.000 Quadratmeter Produktions- und 1.000 Quadratmeter Lagerfläche. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind auch hier im Innenund Außenbereich Programm. So ist das Flachdach mit einer Solaranlage für die autarke Energieversorgung bestückt.
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Interview mit SELOCA-Geschäftsführer Matthias Künsken

Matthias Künsken
Cable!vision Europe: Welche Veränderungen beobachten Sie bei den Netzpartnern und wohin steuert der Markt?
Matthias Künsken: Der typische Netzbetreiber hat sich und seine Ansprüche verändert. Am liebsten möchte er mit den Boxen und deren Management nichts mehr zu tun haben. Es ist nicht sein Kerngeschäft und lean ist mehr als ein Modetrend. Neben unserem Kerngeschäft Refurbishment haben sich die Konfiguration von Boxen, die früher der Netzbetreiber selber vornahm, sowie Logistikaufgaben zu wichtigen Standbeinen für uns entwickelt. Die Netzpartner haben ein Ziel: Sie wollen die Kosten bei eigenen Services und der Lagerhaltung möglichst geringhalten. Dies kommt uns als Spezialisten natürlich sehr entgegen. Das Refurbishing fokussiert sich inzwischen wieder primär auf Geräte der neuen Generation. Rund 20 Prozent der jährlich etwa 6 Millionen Rückläufer im deutschen Markt entfallen auf diesen Typ. Dabei ist es dem Netzbetreiber wichtig, diese Geräte wegen der Abschreibungsproblematik möglichst rasch wieder in den Umlauf zu bringen.
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Lesen Sie den kompletten Artikel von Thomas Fuchs mit dem Interview mit Matthias Künsken in der aktuellen Ausgabe von Cable!vision Europe 6/2022 oder hier online.
Claudia Boss-Teichmann 22.12.2022

